Die 10 besten Science-Fiction Filme seit 2000

Science-Fiction ist ein Genre, dass sich in gerade im 21 Jahrhundert immer größerer Beliebtheit erfreut. Dementsprechend viele Science-Fiction Filme sind seit 2000 bereits erschienen und hier sollen nun die 10 besten gewürdigt werden, allerdings mit zwei Einschränkungen: zum einen darf nur ein Film pro Regisseur gelistet werden, zum anderen dürfen die genannten Filme keine Fortsetzungen oder Reboots/Remakes sein. Es sollen hier also besonders Originalstoffe gewürdigt werden.

Platz 10: „Gravity“ von Alfonso Cuarón

„Gravity“ gehörte zu den großen Favoriten der Oscar-Saison 2013/14 und das nicht ganz zu Unrecht. Inhaltlich ist Cuaróns Werk zwar sicherlich eher flach, aber der Film kompensiert dies mit seiner meisterhaften Inszenierung. „Gravity“ liefert eindrucksvolle Bilder, die die Weite und Leere des Alls mit erdrückender Wucht verdeutlichen.

Wertung: 6.0 von 10.0

Platz 09: „Moon“ von Duncan Jones

100 Minuten Sam Rockwell zuschauen, wie er mit sich selbst interagiert. Klingt gut? Ist es auch. „Moon“ lebt von der intensiven Darbietung Rockwells, hat aber auch gleichzeitig eine betörend minimalistische Ästhetik sowie einen interessanten Plot zu bieten. Letzten Endes wählt der Film aber gen Ende einen komischen Weg und aus der Reflexion über die Einsamkeit wird im Finale leider nicht mehr viel gemacht.

Wertung: 7.0 von 10.0

Platz 08: „Attack the Block“ von Joe Cornish

„Attack the Block“ ist ein erfrischender Film. Hochspannend, actionmäßig sauber und verdammt stylisch, ist der Film doch im Kern eine herrlich freche Komödie, die die Zustände im armen Großstadtblocks und die Benachteiligung gewisser Bevölkerungsschichten kritisch betrachtet.

Wertung: 7.0 von 10.0

Platz 07: „Your Name“ von Makoto Shinkai

„Your Name“ ist ein wundervoller Young-Adult-Anime, der mit großen Gefühl eine eigentlich kleine Geschichte erzählt. Leider, leider muss man sagen, trägt der Film stellenweise viel zu dick auf. Nichtsdestotrotz ein kreativer und gefühlvoller Film.

Wertung: 7.0 von 10.0

Platz 06: „Monsters“ von Gareth Edwards

„Monsters“ gehört zweifelsohne zu den unterschätztesten Filmen der 2000er Jahre. Beworben als Horror-Film, geht der Horror-Anteil von „Monsters“ gegen Null. Stattdessen ist der Film eine sehr schweigsame, sehr meditative Reise, die in poetischen Kompositionen die Natur des Menschen ergründet.

Wertung: 8.0 von 10.0

Platz 05: „Prestige“ von Christopher Nolan

„Prestige“ ist Christopher Nolans ungewöhnlichster Film. Waren seine Filme immer relativ entschlossen, was sie sein wollen, ist „Prestige“ sich nämlich gar nicht so sicher. Der Film kombiniert ein historisches Setting mit Elementen der Science-Fiction und erzählt eigentlich die Geschichte von zwei Männern, aus deren wirtschaftlicher Konkurrenz sich schließlich eine persönliche entwickelt. Was bei einem weniger versierten Regisseur schnell überladen und chaotisch hätte werden können, ergibt bei Nolan eine elektrisierende Mixtur.

Wertung: 8.0 von 10.0

Platz 04: „Der Marsianer“ von Ridley Scott

„Der Marsianer“ ist pure Hard-SciFi. Wissenschaftlich, unaufgeregt und ohne klassischen Bösewicht erzählt „Der Marsianer“ eine Geschichte, die man genauso auch in Roddenberrys opimistischem „Star Trek“ finden könnte: Verfeindete Nationen legen Konflikte bei, um ein Leben zu retten, gleichzeitig kämpft der Mensch sich mit seinem Willen zu Leben und seinem Optimismus durch eine feindliche Natur.

Wertung: 8.0 von 10.0

Platz 03: „Avatar“ von James Cameron

James Cameron ist einer der begnadetsten Filmemacher im Mainstream-Blockbuster und stellt dies auch mit „Avatar“ eindrucksvoll unter Beweis. Inhaltlich wandelt der Film zwar sicher auf ausgetretenen Pfaden, erzählt seine Geschichte aber souverän und kohärent. Natürlich lebt „Avatar“ aber von Camerons fabelhafter Inszenierung. Der Film bannt großartige und bisher unerreichte Bilder von fremden Welten auf die Leinwand und wird musikalisch einmalig untermalt. Ein Fest, dass die Leinwand zum Beben brachte.

Wertung: 8.0 von 10.0

Platz 02: „Ex Machina“ von Alex Garland

„Ex Machina“ mauserte sich 2015 zu einem richtigen Überraschungserfolg. Und das völlig zu Recht. Besser gespielt als mancher „richtiger“ Schauspielfilm, furchteinflößender als mancher „richtiger“ Horrorfilm und philosophischer als so manches Stück Art-House Kino. „Ex Machina“ brachte eine perfekte Mischung aus Thrill, Schauspiel und tiefschürfendem Inhalt auf die Leinwand, die auch noch heute packt und nachhaltig verunsichert.

Platz 01: „Her“ von Spike Jonze

Über „Her“ wurde viel gesagt und auf diesem Blog gibt es sogar eine ausführliche Besprechung des Films. Darum in aller Kürze: „Her“ gehört zu den zärtlichsten, intimsten und zugleich aufwühlendsten Filmen der letzten Jahre. Spike Jonzes Film ist ästhetisch extrem reduziert, entfaltet aber auch deswegen eine unglaubliche Sogwirkung. Inhaltlich erweist sich die Prämisse des Films aus äußerst clever und spannend. Joaquin Phoenix spielt sich hier übrigens für immer in den Hollywood-Olymp und liefert eine der besten Performances der letzten Jahre ab.

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