Pacific Rim 2: Uprising

„Pacific Rim 2: Uprising“ ist der Versuch, „Pacific Rim“ würdig fortzusetzen. Dabei fehlen dem Sequel die drei Dinge, die „Pacific Rim“ so gut gemacht haben: Guillermo Del Toro, Idris Elba und Ron Perlman.

Dementsprechend gestaltet sich auch der Film; als ein Film also, dem vor allem etwas fehlt. Zum einen die Kreativität eines Del Toro. „Pacific Rim 2: Uprising“ erdenkt wenig neues, ruht sich mehr auf der Grundlage des Vorgängers auch. Es fehlt aber auch, und das ist ungleich gravierender, das handwerkliche Geschick eines Del Toro. „Pacific Rim 2: Uprising“ will kein Gefühl für Größe, kein Gespür für Wucht aufkommen lassen. Die beeindruckenden Maße der Jaeger und ihrer Kontrahenten werden vom Film nicht in gleichfalls beeindruckende Bilder gefangen, die wuchtigen Hiebe der Jaeger und ihrer Kontrahenten fühlen sich in diesem Film eher nach Watte an.

„Pacific Rim 2: Uprising“ hätte nun aber dennoch ein bleiernes Spektakel werden können, dass in totaler Selbstsicherheit monoton nihilistischen Monster-Terror auf eine brennende Flausche-Leinwand transportiert. Stattdessen aber forciert der Filme ein gewisse Art von Coolness, die viel zu schnell vom Fremdschäm-Momentum zum gar-nicht-mehr-hinschauen-wollen-Momentum führt; eine gewisse Art von Coolness, die mit dem Pathos eines Idris Elba und dem kantigen Charsima eines Ron Perlman sicherlich funktioniert hätte, aber mit der gegeben, gleichwohl talentierten, Riege zum scheitern verurteilt ist.

Tatsächlich aber ist es auch so, dass das Talent der Darsteller hier keinesfalls zum Einsatz kommt, „Pacific Rim 2: Uprising“ reduziert Menschen nämlich auf Actionfiguren, zwingt alles lebendige in die Bonbon-Optik; macht aus dem grimmigen, pulsierenden, dass der Vorgänger sowohl inhaltlich als auch ästhetisch bot, kaltes, in Forme(l)n gezwängtes Plastik. Zudem erzählt dieses Machwerk auch noch eine derart missratene Geschichte, eine Geschichte, die zu dämlich ist um Ernst genommen zu werden, nicht aber dämlich genug ist um als selbstreferenziell und selbstbewusst selbstreflektierend durchzugehen; eine Geschichte, die sich auf dem Fundament des Vorgängers ausruht und selbigem gleichzeitig mit respektloser Verachtung gegenübertritt.

„Pacific Rim 2: Uprising“ macht aus dem quitschfidelen Kinderkino des Vorgängers dumpfes, plakatives und vor allem langweiliges Merchandisekino. Und das ist sehr, sehr ärgerlich.

2.0 von 10.0

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