King Arthur: Legend of the Sword

Was passiert, wenn Guy Ritchies doch sehr eigener Stil auf ein Genre wie den Fantasy Film trifft und das auch noch ausgerechnet und der Hand von Warner Bros passiert? Entsteht jetzt ein langweiliger, glattgebügelter auf episch getrimmter Blockbuster? Mitnichten.

Sicherlich, gegen Ende will „King Arthur“ doch zu sehr epischer Fantasyblockbuster sein, wobei man sich trotz CGI Overkill mit der Action noch zurückhält, aber abgesehen davon behält Ritchie seinen Stil bei. Heißt: spitzzüngige Dialoge, schicke optische Gimmicks, SlowMos en masse und einen Overkill an Schnittmontagen, die zwischen pointiert witzig und aufregend kreativ wandern. Ritchies Stil bringt eine Menge an frischen Wind ins Fantasygenre, „King Arthur“ wirkt trotz der konventionellen Story unverbraucht, ist spritzig in seinem Humor und schafft es gleichzeitig in der Kerndisziplin des Fantasyblockbuster, nämlich einer epischen Erzählung mit großen Bildern, dennoch mit Leichtigkeit zu bestehen.

Ritchie schafft es nämlich, seinen Stil mit mitreißendem Pathos zu kombinieren, der obwohl er manchmal etwas abgegriffen wirkt, dennoch jedes mal packt und einen in den Sitz drückt. Unterstützt wird Ritchie dabei von einem sehr soliden Cast. Charlie Hunnam mag zwar kein großes Schauspieler sein, er bringt aber das richtige Maß an Coolness und Verwegenheit mit um in der Rolle des Artus zu überzeugen. Seine Interpretation des großen Königs ist ein rotzfrecher Draufgänger, der mit viel Stil und großem Herz operiert.

Beinahe noch besser gefällt da allerdings Jude Law in der Rolle des Vortigan. Teilweise schon Michael Fassbenders Macbeth Darbietung erinnernd liefert Law die beste Performance im Film ab und überzeugt als Schurke. Law spielt hier seine ganz eigene Version von Macbeth, Vortigan ist ein Mann, der von der Macht korrumpiert wurden (sehr schön: genau wie Macbeth hat auch Vortigan seine drei Hexen), aber im Kern seines Wesens eben kein absolut schlechter Mensch ist. Leider wird ihm nicht genug Zeit gewidmet, so dass Vortigan nicht ganz den Sprung zum wirklich großartigen Antagonisten schafft.

Generell verpasst nicht nur Vortigan den Sprung zur Großartigkeit ganz knapp, der Film tut es nämlich auch. Absolut sehenswert ist er dennoch alle Mal.

7.0 von 10.0

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