Fast and the Furious 8

Es rummst, es kracht, die Motoren brummen, Dwayne Johnsons Bizeps ist aufgepumpt und Jason Statham schaut grimmig drein. „Fast and the Furious“ meldet sich zurück und alles scheint wie eh und je. Doch, oh weh, welch Schreck, Dominic Toretto schleicht sich von der Familie weg!

Und ähnlich wie die obigen Reime versucht „Fast and the Furious 8“ sich durchaus an poetischen Elementen und wirkt dabei zwar immer etwas unbeholfen, dafür aber fest entschlossen. Irgendwo zwischen Benzin, Schweiß, fetten Muskeln und einer menge Munition verbirgt sich nämlich tatsächliche Größe, Herzblut, Emotionen. Der achte Teil der Reihe ist nämlich ein Abschluss einerseits, ein Neuanfang andererseits.

Und so wird mit alten Verlusten abgeschlossen, während neue erst ertragen werden müssen. „Fast and the Furious 8“ verlässt dabei die Straße, auf der „Fast and the Furious“ normalerweise seine Geschichte schreibt, und begibt sich auf’s Eis, auf dem die Geschichte nur mehr eine dünne Schicht gefrorenen Wassers ist, auf dem sich aber auf das wirklich wichtige spiegelt. Die Straße wird verlassen, an der Familie wird aber, obwohl es manchmal nicht den Anschein magen hab, festgehalten und am Ende darf sogar Friede zwischen Toretto und Shaw herrschen.

„Fast and the Furious“ zelebriert einmal mehr die Bedeutung der Familie, hält daran fest und glaubt daran, dass diese sogar unvereinbares vereinen kann. So kann man unter Motorhauben und Gewehrläufen eben doch Schönheit verstecken. „Fast and the Furious 8“ ist aber vor allem doch ein „Fast and the Furious“ Film, bei dem Männlichkeit und Autos ausführlich zelebriert werden müssen, und so liefern Dwayne Johnson und Jason Statham sich feinzüngige Dialogduelle, während unterdess ein Gegner nach dem anderen von eben jenen beiden zu Brei geprügelt wird und Torettos Crew wieder den nächsten Wagen zu Schrott fährt.

Wenn sich der Film aber an Poesie versucht, dann geschieht dies zwar häufig in hölzernen Dialogen und eher bemühtem Schauspiel, aber doch voller, aufrichtiger und nachhallender, Ehrlichkeit. So wandert „Fast and the Furious 8“ zwischen liebenswertem Fluff, liebevollem Pathos und stumpfer, aber dennoch auch recht sympathischer, Überwaltigunsaction.

5.0 von 10.0

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