Star Trek Beyond

Mit „Star Trek“ inszenierte J.J. Abrams die Kultserie neu und erschuf einen „Star Wars“ Verschnitt für eine neue Generation von Kinogängern. Mit „Star Trek Into Darkness“ hat Abrams sich dann wieder ein wenig mehr dem originalem „Star Trek“ Feeling angenähert, vor allem aber einen durch und durch fesselnden und mehr oder weniger perfekten Sommerblockbuster abgefilmt. Wie entwickelt sich das „Star Trek“ Franchise nun also unter Justin Lins Regie?

Zu erst einmal das wichtigste. „Star Trek Beyond“ ist nicht besser, als der Vorgänger, aber, da sich der Vergleich aufzwängt, der Film ist trotzdem besser als „Star Wars 7“, wobei das „Star Trek“ Reboot generell in jeder einzelnen Episode besser ist als das letztjährige Softreboot von „Star Wars“. Was man Justin Lin nun zu gute halten muss, ist, dass er in der ersten Stunde des Films tatsächlich das klassische „Star Trek“ Feeling rekreirt, die Faszination der Entdeckung der unendlichen Weiten, die leichten Soap Opera Einschläge, die durchaus eher mäßige, aber doch auch irgendwie packende Action.

Auch der Humor stimmt soweit, die Chemie zwischen den Crewmitgliedern ist sehr gut. Leider verliert Lin zwischendurch den Faden, als alter „Fast and the Furios“ Regisseur kommt er aus der Nummer wohl nicht mehr raus, Bike-Action und Beasty Boys bestimmen leider das Finale des Films. Ähnlich zwiegespalten lässt einen auch der Bösewicht des Films zurück.

Idris Elba verkörpert den Krall zwar durchaus gut, der Charakter wird aber völlig uneffektiv in Szene gesetzt, er ist schwach geschrieben, als Bedrohung nimmt man ihn zu keiner Zeit war. Hier schulg Benedict Cumberbatchs Khan sich deutlich besser. Warum also ist „Star Trek Beyond“ kein Totalausfall, keine mittlere Katastophe, ja nicht einmal durchschnittlich sondern tatsächlich ein ganz solider Sommerblockbuster?

Es liegt an der Visualität, die Lin trotz einiger inszenatorischer Mängel hier an den Tag legt. Nie sah die Enterprise besser aus, die fremde Welt fasziniert trotz allem. Auch die gut aufgelegten Schauspieler sowie der feine Humor tragen dazu bei, dass „Star Trek Beyond“ eben irgendwie doch gesehen werden kann.

Besonders schön machen den Film die emotionalen Töne. Zum fünfzigsten Geburtstag des Kultfranchises muss von einigen seiner Darsteller Abschied genommen werden. Und das gelingt in „Star Trek Beyond“ ganz wunderbar.

6.0 von 10.0

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